Antike


Antike
klassisches Altertum

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An|ti|ke [an'ti:kə], die; -:
das klassische, griechisch-römische Altertum und seine Kultur:
die Welt der Antike; in der Antike.

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An|ti|ke 〈f. 19; unz.〉 = klassisches Altertum [→ antik]

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1An|ti|ke , die; -:
klassisches Altertum u. seine Kultur:
die griechische, römische A.
2An|ti|ke , die; -, -n <meist Pl.> [zu antik]:
aus der Antike stammendes Kunstwerk.

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Antike
 
[zu lateinisch antiquus »alt«] die, -, ursprüngliche Bezeichnung für die griechisch-römische Kunst, seit Beginn des 20. Jahrhunderts für das griechisch-römische Altertum als historische Epoche, die mit der frühgriechischen Einwanderung in Hellas im 2. Jahrtausend v. Chr. beginnt und die Geschichte der griechischen Stadtstaaten und ihrer Kolonien (Griechenland, Geschichte, griechische Kolonisation) umfasst, ferner die des Hellenismus, d. h. Alexanders des Großen und der Reiche seiner Nachfolger (hellenistische Staatenwelt), der römischen Republik und des römischen Kaiserreiches (römische Geschichte, Römisches Reich). Räumlich wird der Begriff auf das ganze Mittelmeergebiet und die von der griechischen Kultur beeinflussten Randstaaten bezogen, später auch auf die europäischen Provinzen des Römischen Reiches. Das Ende der Antike wird unterschiedlich angesetzt; als Epochenjahr wurden u. a. vorgeschlagen: 324 n. Chr. (Beginn der Alleinherrschaft Konstantins des Großen, endgültiger Sieg des Christentums), 395 (Tod Theodosius' I., Ende der Einheit des Römischen Reiches) und 476 (Ende des weströmischen Kaisertums). Da diese Epocheneinteilung als ungenügend empfunden wird, hat man von der Kunstgeschichte den Begriff der Spätantike übernommen, die mit Diokletian beginnt und deren Ende mit dem Tod Justinians (565) oder dem Einbruch der Araber (7. Jahrhundert) angenommen wird.
 
Das lateinische Mittelalter hat die antike Tradition teils ungebrochen übernommen und an die Neuzeit weitergegeben (z. B. das römische Recht und Teile der antiken Literatur), teils durch Neubesinnung wieder entdeckt, so in der karolingischen und in der ottonischen Renaissance. Aber erst Humanismus und Renaissance des 14.-16. Jahrhunderts begründeten eine neue Rezeption der Antike.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
griechische Kunst · griechische Literatur · griechische Musik · griechische Mythologie · griechische Naturwissenschaft · griechische Philosophie · griechische Religion · griechische Schrift · griechische Sprache · lateinische Sprache · römische Kunst · römische Literatur · römische Philosophie · römische Religion
 
 
U. Kahrstedt: Gesch. des griechisch-röm. Altertums (21952);
 F. Taeger: Das Altertum, 2 Bde. (61958);
 M. Rostovtzeff: Gesch. der alten Welt, 2 Bde. (a. d. Engl., 4-51961-70);
 
Bedeutung u. Rolle des Islam beim Übergang vom Altertum zum MA., hg. v. P. E. Hübinger (1968);
 
Kulturbruch oder Kulturkontinuität im Übergang von der A. zum MA., hg. v. P. E. Hübinger: (1968);
 
Zur Frage der Periodengrenze zw. Altertum u. MA., hg. v. P. E. Hübinger: (1969);
 C. G. Starr: A history of the ancient world (Oxford 31983).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
antike Welten: Die Grundbedingungen ihrer Existenz
 

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An|ti|ke, die; -, -n [zu ↑antik]: 1. <o. Pl.> das klassische Altertum u. seine Kultur: die griechische, römische A.; die Kunst der A.; Die Darstellung des nackten menschlichen Körpers, wie er für die A. eine Selbstverständlichkeit war (Bild. Kunst III, 9). 2. <meist Pl.> aus der Antike stammendes Kunstwerk.

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

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